Kultur die; -, -en (lat.): 1. (ohne Plural) Gesamtheit der geistigen u. künstlerischen Lebensäusserungen einer Gemeinschaft, eines Volkes. 2. Feine Lebensart, Erziehung und Bildung. 3. Zucht von Bakterien u. anderen Lebewesen auf Nährböden…das alles ist also Kultur!
Im DUDEN Fremdwörterbuch stehen noch drei weitere Begriffserklärungen aber ich lasse es nun gut sein mit Zitieren. Im bereits erwähnten Artikel von Jörg Boström (Blog vom 13. März 200
stosse ich nämlich auf interessante Denkanstösse:
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unser Leben oder besser gesagt die Art wie wir leben, ist in verschiedene Kulturen aufgeteilt: Esskultur, Streitkultur, politische Kultur, europäische Kultur, schweizerische Kultur (die Kunst, unsere Sprache, die Schrift, Verhaltensweisen)…
Was aber trennt oder verbindet uns mit den Kulturen und Sitten anderer Länder?
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Eine weltweite Gemeinsamkeit ist doch, dass alle Kulturen eine Schrift, Sprache, Musik und Tanz sowie Kunsthandwerk entwickelt haben. Die Menschwerdung hängt also
mit der Entstehung von Kunst und Kultur zusammen. Man denke dabei an die Höhlenmalerei, die oft Alltagsszenen aus dem menschlichen Leben darstellen. Das Enstehen von Mythen und Religionen, die Darstellung von Göttern und ihren Geschichten.
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Kultur entsteht aber auch durch das Entwickeln einer Identität. Das Festlegen des Gemeinsamen einer Gruppe und somit durch Abgrenzung und Differenzierung gegenüber anderen. Diese oftmals kulturellen oder religiösen Abgrenzungen können schliesslich zur Ausgrenzung führen und somit zu den schrecklichen Auswirkungen des Menschsein: Verfolgung, Gewalt und Krieg.
Wie steht es nun mit der Netzkultur? Gemäss Wikipedia ist die Netzkultur, auch Internetkultur genannt, die Kultur des Internets. Das Internet bietet einen Kommunikationsraum, in dem Kultur entstehen kann. Individuen und Gruppen können miteinander kommunizieren, Informationen austauschen und gemeinsam eine Identität entwickeln. Das Zusammengehörigkeitsgefühl der Angehörigen dieser Kultur widerspiegelt sich auch in einer gemeinsamen Sprache, dem sogenannten Netzjargon. Mit der Netiquette – der Gesamtheit der Regeln für das soziale Kommunikationsverhalten im Internet – werden klare Verhaltensweisen im Netz aufgestellt. Für die meisten Menschen ist das Internet inzwischen aus ihrem Alltag nicht mehr wegzudenken. Und wie jedes neue Medium verändert das Internet auch die Gesellschaft und somit deren Kultur.
carlaproject sagte,
April 2, 2008 um 6:43
Das heisst also: Kultur ist da, ob im Alltag der Gesellschaft oder im Netz, und kann somit auch verloren gehen. Jetzt stellt sich mir die Frage, nach welchen Kriterien Kulturen verglichen werden können.
Denn ganz mathematisch gesehen muss wohl folgendes überlegt werden:
Hat sich die gesellschaftliche Kultur seit dem Internet verändert bzw. hat die Gesellschaft an Kultur verloren, wenn ja, ist dieser Verlust durch die Neuentstehung der Netzkultur wettgemacht? Oder seh ich das jetzt zu rational?