Eine Kostprobe

Für den heutigen Blog-Eintrag habe ich folgende Idee. Anstatt Worte lasse ich heute einfach einmal Bilder sprechen. Darauf gekommen bin ich, weil mich ein paar Leute aus dem Bekanntenkreis, denen ich von meinem bevorstehenden Referat erzählt habe, gefragt haben, was denn eigenlicht Netzkunst sei. Da bin ich zugegebenerweise ein bisschen in’s Schleudern geraten. Denn so genau konnte ich das nun auch nicht erklären und erst recht keine bekannten „Werke“ oder „Künstler“ nennen. Im Buch „Expanded Museum von Annette Hünnekens steht, dass die Netzkunst mit ihrer Aufnahme in das Medienkunstfestival prix ars electronica 95 erstmals offiziell Kontur als neue Gattung oder Kategorie der Medienkunst gewann. Die damaligen Überlegungen führten zu den folgenden Eigenschaften bzw. Fähigkeiten über die Netzkunst verfügen sollte:

  • webtauglich sein
  • gemeinschaftsbilden und -erhaltend wirken
  • Modell sein für ein System des kollektiven Denkens und der Informationsverarbeitung

Netzkunst bezieht sich ausschliesslich auf jene künstlerischen Arbeiten, die für das World Wide Web konzipiert worden sind. Das Web wird nicht nur als Ort der Kunst, sondern auch als ihr Medium verstanden.

                               Title:  Escargot Couleur

 

flash.htm   für „Watercouleur Park 2007″ bitte flash.htm anklicken

 

Die beiden Werke stammt von Qubo Gas, einem Künstlerkollektiv aus Frankreich, das seit dem Jahr 2000 künstlerisch aktiv ist. Ihre Arbeit beinhaltet ebenfalls Arbeiten auf Papier, Collagen, Video Installationen und Digital Animations.

                                   Title:  The Dumpster

Rund 20000 Textfragmente dieser Art verstecken sich in den Blasen des Netzkunstwerkes „The Dumpster“ von Golan Levin, Kamal Nigam und Jonathan Feinberg.

 

http://artcontext.net/act/05/screeningCircle/ für „The Screening Circle“ bitte hier klicken

 

„Watercouleur Park, 2007″ , „The Dumpster“  und „The Screening Circle“ sowie weitere Werke, die ich hier nicht mehr aufzeige, sind Netzkunstwerke, die die britische Tate Gallery zusammen mit dem Whitney Museum of American Art, New York, in Auftrag gegeben hat. Damit setzt die Tate ihr bereits achtjähriges Engagement im Bereich der Netzkunst fort.

 

 

1 Kommentar

  1. carlaproject sagte,

    April 20, 2008 um 6:25

    Danke für diese Kostproben. Ich muss jedoch sagen, dass ich bei einem ersten Betrachten nicht gerade viel damit anfangen konnte. Vom Ästhetischen mal abgesehen, das ist bei Kunst ja noch oft subjektiv, so konnte ich mir auch nicht vorstellen, was der Inhalt dieser ‘Animation’ sei. Ich hab dann sogleich ‘Hilfe geholt’ und den Clip ‘Escargot Couleur’ an einen befreundeten Illustration-Studenten weitergeleitet, mit der Bitte, mir dazu seine Meinung zu sagen.

    Er hat darauf ebenfalls ziemlich unverständig reagiert und verwies mich auf
    animationen von JAN SVANKMAJER, da diese Klassiker seien und solche seiner eigenen Illustrationsklasse. Ich hab ihm dann im Nachhinein noch mitgeteilt, dass es sich bei den Beispielen speziell um Netzkunst handelt. Jedoch hat er auch dazu von seiner Seite (die Seite der heutigen Ausbildung in Illustration an einer Kunsthochschule) keine spezifischen Meldungen oder gar Erweiterungen nennen können. Höchstens den Faktor der Interaktion, den ich bei einem zweiten Mal betrachten von ‘Escargot Couleur’ ebenfalls entdeckt habe, oder hab ich mich geirrt.?

    Etwas hat mein Kollege noch angeführt, und zwar dass Internetkunst schwierig zu vermarkten sei. Heisst das, dass Künstler Internetkunst nur machen, um ihre Bekanntheit zu steigern? Oder es ist ein Hobby, das sie neben ihrer (künstlerischen) Haupttätigkeit betreiben? Oder habe ich die Möglichkeit, wie mit dieser Kunst Geld zu verdienen ist, noch nicht gesehen?


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