Wo die Kunst im Netz Zuhause ist

Nachdem ich letze Woche anhand einiger Beispiele gezeigt habe was unter Netzkunst zu verstehen ist, möchte ich heute aufzeigen wie die Künstler untereinander vernetzt sind bzw. wo sie mögliche Anlaufstellen wie Museen und Galerien im Netz finden, um sich zu informieren, Gleichgesinnte zu treffen und sich und ihre Kunst bekannt machen können. Dazu gehören auch Netzkunst-Ausstellungen und Festivals. Fündig geworden bin ich wiederum auf ARTPORT, dem Portal zur Netzkunst des Whitney Museum of American Art.

           

 

 Web Net Museum http://webnetmuseum.org/html/en/index_presentation_en.htm

Das Web Net Museum sieht sich als ein dynamisches Museum, dass beabsichtigt Künstler, Werke, Experimente und Events, die mit der neuen digitalen Kultur verbunden sind, zu unterstützen.

 Walker Gallery 9 http://gallery9.walkerart.org/  

Dies ist der Online-Ausstellungsraum des Walker Art Centers. Zwischen den Jahren 1997 und 2003 präsentierte die Galerie hier die Werke von über 100 Künstlern und hat sich damit zu einer der bekanntesten Anlaufstellen der internetbasierten Kunst etabliert.

 Turbulence http://turbulence.org/

wurde 2004 lanciert und ist seitdem zu einer wichtigen Informationsquelle für Künstler, Studenten und Dozenten geworden. Durchschnittlich 2500 Besucher pro Tag profitieren von den über 4000 Einträgen über Künstler und deren Werke, Links zu publizierten Artikeln über neue Technologien und Theorien. Ausserdem besteht die Möglichkeit an Konferenzen, Workshops, Wettbewerben und Festivals teilzunehmen.

 Soundtoys http://www.soundtoys.net

Auf der Internetseite von Soundtoys findet man spannende neue Werke von Audio Visual Artists. Die Seite ist ein Treffpunkt für die Künstler und ihr Publikum und entwickelt sich zu einer stetig wachsenden Community. Hier findet man Interviews mit Künstlern und verschiedenen Artikel zur interaktiven Kunst. Zudem kann man seine eigenen Werke beisteuern: Netart, Soundtoys, Games usw. sind willkommen.

   SFMOMA e-space http://www.sfmoma.org/espace/espace_overview.html

e-space ist entstanden, um neue Artformen zu entdecken, die nur im Web existieren. e-space gibt auch Netart-Projekte in Auftrag.

   Digital Craft http://www.digitalcraft.org/

Digital Craft ist eine digitale Sammlung und Archiv von Webdesign und Computerspielen. Zudem werden digitale Trends erforscht, dokumentiert und einer breiten  Öffentlichkeit präsentiert.

  Ars Electronica http://www.aec.at/de/

Die Ars electronica ist seit 1979 eine weltweit einmalige Plattform für digitale Kunst und Medienkultur. Sie setzt sich zusammen aus einem Festival, dem Prix Ars Electronica, dem Ars Electronica Center und dem Ars Electronica Futurelab.

  Transmediale http://www.transmediale.de/site/de/transmediale/home/

 Als Festival für Kunst und digitale Kultur zeigt die Transmediale die kulturelle Auswirkung neuer Technologien. Schwerpunkt dabei die Konferenz zum jeweils aktuellen Thema des Festivals, eine thematische gebundene Ausstellung, einen offenen Wettbewerb und der CTM (club transmediale), der sich mit elektronischer Musik und Clubkultur befasst.

http://www.zkm.de

Das Zentrum widmet sich mit der Ausstellung You_ser: Das Jahrhundert des Konsumenten den Auswirkungen der netzbasierten, globalen Kreation auf Kunst und Gesellschaft.

 Museum Tinguely http://www.tinguely.ch/exhibitoion/index.html

In der aktuellen Ausstellung Kunstmaschinen – Maschinenkunst wird das Verhältnis von Kunst und Maschine untersucht.

Zum Abschluss noch zwei Internetseiten, die streng genommen keine Netzkunst im eigentlichen Sinne darstellen. Dennoch tragen auch sie zur Netzkultur bei und machen Kunst auch für jene zugänglich, die ein Museum nur selten von innen sehen.

 

   Marcel van Eeden www.marcelvaneeden.nl
Jeden Tag zeichnet Marcel van Eeden ein Bild auf 19 x 28 cm und stellt es dann sofort auf seine Internetseite. Seit 1993 hat Marcel van Eeden somit ein einzigartiges virtuelles Kunsttagebuch geschaffen, ähnlich einem Blog, das nun mittlerweie über 5000 Bilder umfasst.

 

Internetdienst Designboom www.designboom.com

Designboom ist ein E-Magazine (e-zines) eines dieser originell aufgemachten Internetportale im Magazinstil, die als virtuelle Zeitschrift ohne entsprechende Printausgabe existieren. Designboom ist mit rund einer Million Lesern pro Monat das erfolgreichste E-zine im Bereich Design, Architektur und Kunst. Neben dem Internetauftritt werden Designbasare, internationale Designwettbewerbe und virtueller Weiterbildungsunterricht im Gestaltungsbereich geboten.

 

 

 

 

 

 

 

 

1 Kommentar

  1. carlaproject sagte,

    Juni 16, 2008 um 6:26

    Eine kleine Anmerkung zu deiner ausführlichen Auflistung von Kulturheimatstätten. Ist mir auch bei deinem neuesten Eintrag (Was gibt es noch so im Netz..) wieder aufgefallen.. Es hat einfach sehr viel davon. Ich bin auf einer Seite, wähle aus einer langen liste das eine oder andere Kunstwerk aus und sehe es an, interagiere wenn möglich, versuche zu verstehen, klicke auf eine nächste Seite und hab sogleich wieder eine manchmal Teil schier endlose Liste von weiteren Werken vor mir. Zumal ich mir vorstelle, dass ich mir sämtliche Werke ansehen möchte, um einen guten Überblick zu erhalten und auch um nichts zu verpassen.
    Der schiere Überfluss scheint mir auch in diesem Sektor des Internets vorhanden zu sein. Und klar, warum auch nicht? Jedenfalls bin ich ab dieser Masse eher enttäuscht als verzückt, da ich mir sicher bin, sehr viele, und darunter bestimmt noch die ‘besten’ Werke gerade nicht erwischt zu haben.


Einen Kommentar hinterlassen